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E-Mobilität in Wien auf die Überholspur bringen

E-Tankstellennetz in Ladezonen, Gratis Parkpickerl

Seit 1. April gibt es für E-Fahrzeuge grüne Kennzeichen, die es Gemeinden und Städten ermöglichen, neue Anreize für den Umstieg auf umweltfreundliche E-Mobilität zu schaffen. Daher fordern der Abgeordnete zum Nationalrat und ÖVP Verkehrssprecher Andreas Ottenschläger, die Bezirksvorsteherin der Josefstadt Veronika Mickel-Göttfert und der Inhaber von Doll’s Blumen Bernd Doll, die Stadt Wien auf diese neuen Möglichkeiten zu nutzen und präsentieren konkrete Vorschläge.

"Wir haben auf Bundesebene die Rahmenbedingungen wie steuerliche Erleichterungen, finanzielle Förderungen und jetzt die spezielle Kennzeichnung von E-Autos geschaffen um bewusste Anreize für Elektroautos zu implementieren. In einigen österreichischen Städten und Gemeinden gibt es bereits entsprechende Maßnahmen. Es wird Zeit, dass auch in der Bundeshauptstadt etwas getan wird", so Ottenschläger.

Umweltpolitisch ist die Umstellung nicht nur für die Reduktion von CO2 sondern auch für die Lärm- und Feinstaubreduktion gerade in der Stadt wichtig. So verursacht ein E-Auto insgesamt um 88% weniger Treibhausgas-Emissionen als ein Diesel-Fahrzeug und ist im Betrieb schadstofffrei. „In Wien hatten wir Anfang des Jahres massive Probleme mit der Luftqualität und haben bereits jetzt an 19 Tagen den Grenzwert überschritten. Es ist daher dringend notwendig, dass Wien die E-Mobilität forciert um unsere Luftqualität zu verbessern. Auch in Hinblick auf die Lärmreduktion ist die E-Mobilität ein absoluter Gewinn. Man braucht sich nur vorzustellen wie leise es am Gürtel wäre, wenn nur E-Autos dort fahren würden. Das würde eine völlig neue Lebensqualität schaffen,“ so Mickel-Göttfert.

„Die Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass wir ausreichend Ladeinfrastruktur schaffen und ich möchte folgendes Modell vorschlagen: Wir haben in der Josefstadt derzeit 74 Ladezonen. Die Stadt Wien soll bis 2025 die Hälfte dieser Ladezonen mit einer E-Ladepunkte ausstatten. Zu Tageszeiten zu denen die Ladezone gültig ist, sollen Unternehmen, die liefern die Möglichkeit haben ihr Auto zu laden, danach soll für private Fahrzeuge die Tankmöglichkeit bestehen. Während des Tankens soll keine Parkgebühr fällig werden. Ich bin überzeugt, dass ein derartiges, flächendeckendes Modell neuen Schwung bringt,“ so Mickel-Göttfert.

Um den Umstieg auf E-Fahrzeuge attraktiv zu gestalten, schlagen Veronika Mickel-Göttfert und Andreas Ottenschläger weiters vor, E-Fahrzeugbesitzerinnen und –besitzern für zwei Jahre ein gratis Parkpickerl zu geben. Das bringt in der Josefstadt eine Ersparnis von 240,- Euro. Unternehmer, die auf E-Mobilität umsteigen, sollen ebenfalls in den Genuss eines kostenlosen Unternehmerpickerls kommen. Dadurch sparen sie bis zu 2.000,- Euro im Jahr.

Der Unternehmer Bernd Doll hat bereits seit mehreren Jahren den Wunsch seine Firmenfahrzeuge auf E-Autos umzustellen, allerdings hat die Stadt Wien bis jetzt keine Infrastruktur bereitgestellt. „Ich hoffe auf die Politik, dass sie die Infrastruktur und die Möglichkeiten schaffen wird und mein nächster Klein-LKW ist 100%ig ein E-Fahrzeug aber man muss es gemeinsam angehen,“ so Bernd Doll.

 „Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hat vor genau einem Jahr verkündet, dass die E-Mobilität in Wien ausgebaut wird, geschehen ist jedoch gar nichts. Mit unseren Vorschlägen bringen wir E-Mobilität auf die Überholspur. Dass die Umstellung auf E-Mobilität funktionieren kann, sieht man am Beispiel Norwegens. Hier ist es innerhalb weniger Monate zu einem Anstieg auf 20% E-Autos bei Neuzulassungen gekommen,“ so Mickel-Göttfert abschließend.

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