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Gebietsbetreuung neu: Verschiebung zulasten der innerstädtischen Bezirke

 

Gebietsbetreuung neu: Verschiebung zulasten der innerstädtischen Bezirke

Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung, zuständig für Stadterneuerung und Stadtentwicklung, versteht sich als Vermittlerin zwischen Politik, Verwaltung und Bewohnerinnen und Bewohnern, aufgeteilt auf mehrere bezirksübergreifende Gebiete innerhalb der Stadt. Die bis dato sinnvolle, gemeinsame Betreuung der Bezirke Neubau, Josefstadt und Ottakring wird nun aufgelöst und der bestehende Brückenschlag zwischen den innerstädtischen Bezirken über den Gürtel hinweg durch die Schwerpunktlegung auf die Leopoldstadt und Brigittenau ersetzt.

Gerade im innerstädtischen Bereich, der ein hohes Bevölkerungswachstum verzeichnet, erweist sich die Frage nach mehr Grünräumen und die Gestaltung von Freiraum als besonders wichtig. Bis dato hat die Gebietsbetreuung hier gute Arbeit geleistet, jedoch kann es nicht sein, dass das Rathaus den innerstädtischen Bereich nun so stark vernachlässigt und das Bedürfnis der Bewohnerinnen und Bewohner nach mehr Grünräumen und mehr Beteiligung gänzlich vergisst.

Die Wiener Gebietsbetreuung Stadterneuerung ist für die Entwicklung der Josefstadt besonders wichtig. Gerade Themen wie die Aufwertung bestehender Grünflächen und Freiräume, sowie die Beratung zur Innenhofbegrünung spielen auch aktuell, angesichts der aktuellen Hitzewelle, eine große Rolle im städtischen Bereich.

Aktuell fasst das Gebiet mit den Bezirken Neubau, Josefstadt und Ottakring 159.679 Bewohnerinnen und Bewohner und soll mit der Neuausschreibung ab 2018 auf die Bezirke Innere Stadt, Neubau, Josefstadt, Alsergrund, sowie die Leopoldstadt und Brigittenau erweitert werden. Mit einem Plus in der im Gebiet zu betreuenden Einwohnerzahl von 91,4 %, erhöht sich diese auf aktuell 305.620 Personen. Insgesamt steht dem Projekt ein Budget von € 36.000.000 zu Verfügung, was eine deutlich individuellere Betreuung der Bezirke ermöglichen sollte, als das Vorhaben der Neuaufteilung der Gebietsbetreuung vorsieht.

Bedenklich ist hier vor allem, dass die Bezirke nicht in den Entscheidungsprozess mit eingebunden wurden und sich das Rathaus über die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner hinwegsetzt. Durch die beliebige Neuausschreibung der Gebiete wird massiv in die Lebensqualität der Josefstädterinnen und Josefstädter eingegriffen. An dieser Stelle auch einen Appell an den zuständigen Stadtrat Ludwig auch in den wachsenden innerstädtischen Bezirken gezielt in Lebensqualität zu investieren.

 

Bild: bz-wiener bezirkszeitung

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