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Jahresprogramm 2018

Bildung, Neugestaltung des öffentlichen Raums und Gedenkjahr 2018 im Fokus

Die Josefstadt wurde zum lebenswertesten Bezirk Österreichs gekürt. Damit sich der Bezirk auch in Zukunft so positiv entwickelt, sind im Jahr 2018 besonders viele Umsetzungsprojekte und Initiativen geplant.

 

Investition in Bildung und Freizeit für unsere Kinder

Die Josefstadt wächst und wird immer jünger, daher setzt sich der Bezirk dafür ein, dass sich gerade für die jüngsten Josefstädterinnen und Josefstädter viel tut.

Lange haben wir uns für mehr Schulraum in der Josefstadt eingesetzt. Im Oktober letzten Jahres fiel der Startschuss für ein Beteiligungsverfahren für die Schulraumerweiterung am Standort Pfeilgasse. Gemeinsam mit allen Beteiligten, die im Grätzl lernen und lehren, wird ein Konzept für die beste Schule der Zukunft erstellt. Und weil die Josefstadt immer jünger wird, werden in den kommenden Jahren bis zu zwölf Klassen mehr geschaffen. Einbezogen werden dabei die Kinder, deren Eltern und die Pädagoginnen und Pädagogen der Volkschule Pfeilgasse, der Neuen Mittelschule, sowie des Kindergartens und des Horts.

Außerdem wird die Erneuerung der VS Lange Gasse über die Sommermonate um rund 1 Mio. Euro fortgesetzt. Dabei werden die Turnsäle attraktiviert, sowie die Erneuerung der Klassenräume finalisiert.

Insgesamt investiert die Josefstadt 440.000,- Euro in die Jugendbetreuung, wobei das für Kinder kostenfreie Betreuungsangebot im Indoor-Spielplatz „Jojo“ mit 90.000,- Euro seitens des Bezirks finanziert wird. Aufgrund der hohen Nachfrage ist dieser nun auch samstags geöffnet. Auch die ganzjährige Betreuung der Kinder durch den Familienbund, mit der Parkbetreuung und dem frisch sanierten und erweiterten Jugendtreff in der Kochgasse, wird mit 241.170,- Euro ermöglicht.

Im Schönbornpark wird es mehr Raum für die Kleinsten geben – für die Erweiterung des Spielbereichs für Kleinkinder wird eine öffentliche Lagerfläche, mit einer Größe von 65 m², umfunktioniert. Für die Gestaltung dieses neuen Spielplatzes sind 100.000,- Euro vorgesehen.

In den letzten Jahren hat der Bezirk die Schulen unterstützt und Schulmediation ermöglicht, um Konflikte, die in den Klassen entstehen, zu lösen. Die Durchführung der Mediation wird erneut mit 28.000,- Euro finanziert.

Die Josefstadt wächst und wird immer jünger. Im Jahr 2018 werden rund 1,5 Mio. Euro für unsere Kinder und Jugendliche investiert. Uns ist es eine Herzensangelegenheit, dass sich der Bezirk gerade für die jüngsten Josefstädterinnen und Josefstädter weiterhin so positiv entwickelt.

 

Neugestaltung des öffentlichen Raums und Verkehrsberuhigung

Um das Wohlbefinden und das Sicherheitsgefühl der Josefstädterinnen und Josefstädter zu stärken, wird der Vorplatz der U6 Station Josefstädter Straße verschönert. Am Alser Spitz kann 2018, nach der erfolgreichen Entfernung des Imbissstandes im Dezember 2017, mit der stadtbild- und fußgängerfreundlichen Neugestaltung begonnen werden.

Im Juni 2017 haben die Anrainerinnen und Anrainer der Lange Gasse für die Umgestaltung dieser gestimmt, welche mit einem Budget von 620.000,- Euro von April bis Juni 2018 umgesetzt und von intensiver Informationsarbeit für alle Interessierten begleitet wird. Im Zuge der Neugestaltung werden die Fahrbahn und der Gehsteig niveaugleich gemacht und der Hugo-Bettauer-Platz freundlicher gestaltet. Der Wochenmarkt, welcher samstags stattfindet, wird auch während der Umbauphase stattfinden

Auch das Miteinander und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer liegt uns am Herzen. Darum wird 2018 das Radfahren gegen die Einbahn in der Florianigasse realisiert, welches mit großer Mehrheit in der Bezirksvertretungssitzung beschlossen wurde. Um dieses Projekt optimal zu begleiten, wird es einen intensiven Dialog mit den Anrainerinnen und Anrainern geben.

Gemeinsam mit allen Josefstädterinnen und Josefstädtern haben wir viele Projekte geplant, welche wir dieses Jahr umsetzen werden. Ich möchte mich bei allen für ihr großes Engagement bedanken.

 

Kultur: Gedenkjahr 2018 und 100 Jahre Frauenwahlrecht

Gedenkjahr 2018

Die Josefstadt hat die Restaurierung des Films „Die Stadt ohne Juden“ – ein österreichischer Stummfilm aus dem Jahr 1924, der auf dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer basiert – unterstützt. Dieser soll am Hugo-Bettauer-Platz vorgeführt werden. Des Weiteren soll mit der Errichtung einer Gedenk-Stele an die ehemalige Synagoge in der Neudeggergasse erinnert werden. Der Verein „Verlorene Nachbarschaft“ plant zusätzlich einige Aktivitäten vor Ort, um auf die Aufarbeitung der Vergangenheit aufmerksam zu machen. Eine neue Dauerausstellung im Bezirksmuseum über das jüdische Leben in der Josefstadt soll ebenso weit über das Gedenkjahr 2018 hinaus wirken. Auch wird die App „Memento Wien“ des Dokumentationsarchivs österreichischen Widerstands, welche in einem Stadtplan Informationen über Opfer des NS-Regimes in der Josefstadt wiedergibt, wird präsentiert.

100 Jahre Frauenrecht

Zur Feier des Frauenwahlrechts, welches sein 100-jähriges Bestehen feiert, wird es eine Vorführung des Films „Die göttliche Ordnung“ bei freiem Eintritt im Volkskundemuseum geben. Darüber hinaus sind Vorträge und Diskussionen rund um das Thema Frauenwahlrecht geplant.

Kultur Dialog Josefstadt

In der Josefstadt gibt es zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die in den unterschiedlichsten Kunstrichtungen tätig sind. Im Rahmen des „Kultur Dialog Josefstadt“ möchten wir erfahren, was die Künstlerinnen und Künstler in der Josefstadt bewegt. Wir wollen über Unterstützungsmöglichkeiten diskutieren und eine Plattform für Austausch und Vernetzung bieten.

Die Josefstadt lebt vom guten Miteinander und der Offenheit der Menschen, die hier zuhause sind. Mit unserem Arbeitsprogramm für 2018 möchten wir viele gute Ideen der Josefstädterinnen und Josefstädter zur Umsetzung bringen und neue Wege gehen.

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