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Licht zum Wohlfühlen statt heller Wahnsinn

Licht zum Wohlfühlen statt heller Wahnsinn

Testbetrieb mit unterschiedlichen Lichtfarben in den einzelnen Bezirken gefordert

Anlässlich der PR Veranstaltung der Stadt Wien "LED it shine" äußern sich die ÖVP-Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher Veronika Mickel-Göttfert, Silke Kobald, Markus Figl und Adi Tiller kritisch zum wienweit geplanten Leuchtentausch, bei dem die derzeitigen Lampen auf LED-Modelle umgestellt werden sollen. Die Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher der Bezirke 1, 8, 13 und 19 sind für eine umweltfreundliche Variante, möchten jedoch auch das Flair in ihren Bezirksgrätzeln wahren. Daher gilt es zuerst einen Testbetrieb in den Bezirken durchzuführen, bevor man alle Lampen tauscht. „Wir fordern von der zuständigen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou einen Testbetrieb mit unterschiedlichen Lichtfarben in jedem unserer Bezirke. Damit die Bewohnerinnen und Bewohner sehen, welche Auswirkungen unterschiedliche Lichtfarben auf das Ambiente unserer historischen Grätzel haben. Zugleich soll dies die Basis für weitere Entscheidungen in den Bezirken bilden. Es gibt bereits Beispiele in Wien, bei der die neue Beleuchtung sehr verunglückt ist, so etwas soll in unseren Bezirken nicht passieren", so Mickel-Göttfert, Kobald, Figl und Tiller unisono.

„Wir müssen mit der Schönheit der Stadt sorgsam umgehen. Ich befürworte neue Technologien aber es darf dabei nicht das Flair unserer Grätzel zerstört werden. Uns wurden seitens der Stadt Wien eigene Modelle für unsere Schutzzonen versprochen, bis heute haben wir dazu keinen Entwurf und kennen nur das Einheitsmodell, das nun der ganzen Stadt übergestülpt werden soll. Ich erwarte mir, dass Maria Vassilakou als zuständige Stadträtin für Stadtbild und Beleuchtung hier eine Lösung im Sinne der Bezirke präsentiert", so BV Mag. Veronika Mickel-Göttfert.

„Bei der öffentlichen Beleuchtung steht der Sicherheitsaspekt natürlich im Vordergrund. Darüber hinaus muss die Ausgestaltung auf den individuellen Charakter der Grätzel abgestimmt sein. Hier geht es sowohl um die Lichtqualität als auch die Gestaltung der Leuchten und Masten. Nur so kann auf das jeweilige historische Ambiente und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger Rücksicht genommen werden. Ein Einheitsbrei für ganz Wien kann nicht die Lösung sein“, sagt BV Mag. Silke Kobald. 

„Die Innere Stadt hat als historischer Stadtkern ein besonderes Flair. Dieses gilt es zu erhalten und zu unterstützen. Moderne Technologie ja, aber diese muss auf unser einzigartiges Stadtbild Rücksicht nehmen. Im Rahmen des Testbetriebes gilt es daher, unterschiedliche Lichtfarben und Lichtstärken zu testen, um eine altstadtverträgliche Lösung zu finden, welche auf das subjektive Sicherheitsempfinden Wert legt. Zudem fordere ich die Stadt Wien auf, auf unsere Altstadtzonen durch neue Technologie in traditionellem Gewand Rücksicht zu nehmen", betont BV MMag. Markus Figl.

„In Döbling wurden schon in einigen Straßenzügen Tests durchgeführt, wie z.B. am Pfarrplatz, Eroicagasse und Sieveringer Straße. Dabei wurde das grelle Licht durch Einlage einer goldenen Spiegelplatte gedämpft, sodass eine dem Ambiente entsprechende Beleuchtung erzielt werden konnte, die von den Bürgerinnen und Bürgern wohlwollend akzeptiert wurde. Daher sind Testbetriebe notwendig,“ so BV Adi Tiller.

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